Prot. Kirchengemeinden  Hornbach-Brenschelbach  und Althornbach

Kunst im Zeichen von Corona

Die Bedrohung durch die Epidemie und die dadurch bewirkten, ungewöhnlichen und beängstigenden Lebensumstände von uns allen führten auch dazu, dass Menschen versuchen, die Bedrohung künstlerisch zu verarbeiten.
Ich möchte sechs charakteristische Beispiele vorstellen, die zT auch in sozialen Netzwerken viral gehen:

Köln: Die #veedelband

Köln ist recht stark betroffen durch Corona-Infektionen. Was dazu führt, dass sich viele Kölner (die #veedelband umfasst 40 Personen) auf das besinnen, was ihnen Halt gibt: Der funktionierende, soziale Halt in der eigenen Straße, im eigenen Stadtviertel („veedel“). Mit einem alten Bläck Föss-Lied trafen sie genau die Stimmung, die die Leute lieben.

Den Liedtext und eine „Übersetzung“ findet man hier.

Italien: Wiedergeburt

Der in Italien berühmte Sänger Roby Facchinetti schrieb ein Lied mit dem Titel Rinascerò, rinascerai (Ich werde wiedergeboren, du wirst wiedergeboren), nahm es auf – und übertrug alle Vermarktungsrechte auf das in jeder Hinsicht gebeutelte Klinikum der Stadt Bergamo, welche von der Corona-Epidemie am schwersten von allen italienischen Orten getroffen wurde. Auch das Youtube-Video kommt dem Klinikum zugute, weil jeder Klick dem Klinikum (ich glaube: etwa 0,5 Cent) Google-Prämien bringt.
Die gezeigten Bilder sind Perspektiven der Stadt Bergamo am Alpenrand.

Das Video verbreitet sich rasch – Facchinettis Schlager klingt ganz anders als der Song aus Köln, aber in meinen Ohren typisch italienisch.

Brenschelbach: Saarlänner Mundart

Jürgen Beuster verarbeitete die Epidemie und ihre Folgen in einem Gedicht, das ziemlich hohe Ansprüche an den Leser stellt:

Voll nerdig: Das puschelige Einhorn unterwegs …

Das schon etwas ältere, 24 Stunden lange Video bringt einige typische Merkmale der Corona-Isolationszeit auf den Punkt und gelangte so in den letzten Tagen zu neuer Popularität:

Ernst, dankbar: Was Die Welt Zusammenhält

Im Rahmen einer Songmanufaktur entstand dieses Lied von Edda Minor, das sich an diejenigen richtet, die in diesen Coronazeiten die Welt zusammenhalten:

Und schließlich: Hilfe von den Ärzten

… darf an dieser Stelle natürlich auch nicht fehlen.

Noch mehr Ideen für die Isolationszeit

Telefonandachten und Online-Gottesdienste

Der heißeste Tipp für heute kommt aus unserer Nachbarkirchengemeinde Großsteinhausen: Dort kann man sich täglich eine neue Andacht anhören – nicht am Computer, sondern am Telefon unter der Nummer

06339-341

Wer daneben noch weitere Gottesdienste erleben will, wird vielleicht auf der Seite Glaube@Familie oder bei Digital Church fündig, wobei dort eher katholische Gottesdienstangebote als Video online gestellt werden. Und dann gibt es natürlich das ökumenische, von der Landeskirche empfohlene, auch in Hornbach von den Glocken eingeläutete Abendgebet, bei dem man eine Kerze ins Fenster stellen könnte.

Außerdem gibt es Ideen, mit Kindern Andachten zu feiern und zu singen, zB hier.

Und Lieder zum Lernen und Mitsingen: ZB

Sachen bauen und basteln

Wem der Sinn nicht so nach Andachten und Beten steht, sondern wer etwas Interessantes (oder Verrücktes) gestalten will, könnte auf der Seite mit Do-it-yourself-Ideen für die Corona-Zeit fündig werden.

Und wer etwas ganz nützliches machen will – Nähfähigkeiten und eine vorhandene Nähmaschine vorausgesetzt -, kann aus alten Stoffresten funktionstüchtige Schutzmasken herstellen und den Institutionen zur Verfügung stellen, die sie brauchen. Wie das alles funktioniert, erfährt man auf der Webseite von maskmaker.de.

Und für alle, die Englisch können und ganz hoch hinauswollen: Die Welt von oben aus der Perspektive der Europäischen Weltraumagentur bzw. der Erdumlaufbahn, mit Nachrichten über die neusten Satellitenstarts, aber auch über Neuigkeiten, wie die Corona-Pandemie die Luftqualität in ganz Europa verbessert: esa.int

 

9 positive Corona-Dinge

Was kann denn an der Pandemie positiv sein? Tiemo Wölken, Europa-Abgeordneter der SPD aus Osnabrück zählt im unten angezeigten Video 9 Dinge auf … wobei einige davon abhängen, dass wir selber mitmachen. – Also: Wer sich zuhause langweilt und sich nutzlos fühlt: Es gibt viel zu tun, auch in Hornbach: Wer zB helfen möchte, alte Menschen zu versorgen und den (telefonischen) Kontakt mit ihnen zu pflegen, kann sich im Pfarramt melden.

Und wer noch mehr und kreativere Ideen hat: Jetzt grad läuft der Hackathon WirVsVirus – eine Online-Ideenbörse mit massenweise neuen Ideen und Anstrengungen, den gemeinsamen Feind in die Knie zu zwingen!

In diesem Sinne: Kopf hoch, wenn das Wasser bis zum Hals steht. Oder, wie es der Apostel Paulus ausdrückt: Aber nicht nur das: Wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, eine Hoffnung, die uns nicht enttäuschen wird. (Röm 5,3ff)

„Traue dich, o Christenheit“

Ein Bild von Rezo
Rezo (Bild ist mit seiner ZEIT-Kolumne verlinkt)

Pünktlich zur Weihnachtszeit möchte ich schneeballmäßig auf eine erstaunliche und auch ein wenig deprimierende Entdeckung aufmerksam machen, die Rezo vorgestern in seiner ZEIT-Kolumne an das Licht der Öffentlichkeit gezerrt hat.

Wer unten auf den Button drückt, gelangt direkt zu Rezos Artikel:

Klicke hier drauf, um zu Rezos Artikel zu kommen!

Er dachte nämlich, dass sich die großen Kirchen wischiwaschimäßig zum Thema Klimaerwärmung positioniert hätten und stellte fest: Stimmt gar nicht. Die offiziellen Statements beider Kirchen lassen an Klarheit kaum etwas zu wünschen übrig. Aber: Keiner scheint diese Statements bisher zur Kenntnis genommen zu haben. Wie kann es sein, dass große Institutionen (die nebenbei der zweitgrößte Arbeitgeber Deutschlands sind) sooo unerhört ungehört bleiben?

Mal etwas Freudiges aus unseren musikalischen Heimatlanden

Ich öffne jeden Morgen ein Türchen des Evangelischen Online-Adventskalenders, und heute war ein Beitrag der Ev. Kirche der Pfalz zum Thema „Heimat“ dran. Darin gab es schöne Kirchenbilder aus der Pfalz zu sehen, und eine Stimme aus dem Off sprach davon, dass unsere Kirchen gerade in der heutigen Zeit des permanenten Wandels Kontinuität und Beheimatung bieten … auf dem Weg zur himmlischen Heimat, also der, welche auf Tod und Auferstehung folgt.

Der Beitrag ähnelte stark dem „Adventskalendertürchen“, das eine andere EKD-Gliedkirche vor ein paar Tagen schon im Online-Adventskalender hatte, und ich dachte: Als Werbeflyer der Kirche im Videoformat mag das ja noch angehen, aber in einem Adventskalender hätte ich mir was Kreativeres, vielleicht auch Durchdachteres erhofft – etwas, das in mir richtige Freude-Gefühle wecken kann. 

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Impression aus den musikalischen Landschaften, die uns seit der Kindheit umgeben  … zB dies, auch wenn es kein Weihnachts- oder Kirchenlied ist (und auch nicht aus der Pfalz kommt)?

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