Auf der grünen Insel alles im grünen Bereich!

Das erste Drittel der Freizeit in Irland hat die Evangelische Jugend Hornbach nun schon hinter sich – und alles ist voll im grünen Bereich. Die kleinen, unvorhersehbaren Hürden, die sich nach einer anstrengenden, 30-stündigen, aber überaus eindrucksvollen Reise bei der Ankunft auftaten (Volontäre im Haus, eine unzugängliche Küche, Heimweh…), waren im Nu und (fast) problemlos überwunden und seitdem leben, lernen und feiern wir hier mit viel Spaß und in großer Eintracht miteinander. Die Stimmung war von Anfang an super und ist bis jetzt großartig. Die ersten Seminare liegen hinter uns, ebenso wie der Wettbewerb „Schlag die Mitarbeiter“, welchen die Teilnehmer durch körperlichen Einsatz, einige fiese Tricks und ein erfolgreiches Schnickschnackschnuck für sich entscheiden konnten. Gestern waren wir in der Hauptstadt Dublin unterwegs: Essen, Sightseeing, Museen und vor allem ausgiebiges Shopping haben uns alle begeistert, so sehr, dass wir vorhaben noch einen zweiten, freiwilligen Ausflug dorthin zu unternehmen. Von morgens bis abends verbringen wir hier eine gute Zeit, wir, das sind: ein stets engagierter Stab von Betreuerinnen und Betreuern, der pausenlos und unerschrocken im Einsatz ist, ein hochprofessionelles Küchenteam, das uns das leckerste Essen zubereitet, und vor allem all die lieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die hier miteinander wertvolle Erfahrungen fürs Leben machen und eine gesegnete Freizeit, mit Gott im Spiel, erleben.

Fortsetzung folgt. Bis dahin herzliche Grüße aus Irland von uns allen und von ihrem Pfarrer Daniel Seel

Pfr. Seel hat von 6. Juli bis 11. August Urlaub.

Pfr. Daniel Seel ist vom 6.7. – 20.7.2019 mit Jugendlichen aus unseren Gemeinden auf Sommerfreizeit in Lackan House / Irland. 

Vom 21. Juli bis 11. August befindet sich Pfr. Daniel Seel in Urlaub.

Die Pfarramts-Vertretung in dieser Zeit übernehmen:   

  • in der Zeit vom 6.7.-14.7.:
    Diakonin i. R. Roswitha Kaufholz-Kerz 0033387099065.
  • in der Zeit vom 15.7-11.8.:
    Pfrn. Suse Günther 06338 994974.

Jakobswege: Ein Abend in der Hornbacher Männerrunde

Heinz Burkhardt

Am 21. März war Heinz Burkhardt, Sprecher der Regionalgruppe Pirminiusland-Südwestpfalz der St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz/Saarland als Referent zu Gast in der Hornbacher Männerrunde und gab den Anwesenden einen facettenreichen Einblick in das zur Zeit lebendige Jakobspilgerwesen auch gerade bei uns.

Wir erfuhren, dass die Jakobspilgerei etwa zu der Zeit begann, als das nordspanische „Sternenfeld“ – Santiago de Compostela – im frühen Mittelalter von den Christen zurückerobert wurde, dann, einige Jahrhunderte später, nach der Reformationszeit – zumindest in Deutschland – weitgehend zum Erliegen kam, und erst mit dem Aufkommen der ökologischen Bewegung und des sanften Tourismus in den 1980er Jahren einen neuen Aufschwung nahm. Hape Kerkeling („Ich bin dann mal weg“) war nicht der Auslöser dieser Pilgerbewegung, sondern bereits eines ihrer Symptome.

Herr Burkhardt erläuterte, dass es wichtige Unterschiede zwischen der mittelalterlichen und der heutigen Pilgerbewegung gebe:

1. Während man im Mittelalter im Zuge einer recht manifesten Frömmigkeit mit Hilfe von guten Werken, Devotionalien und Pilgerreisen zu heiligen Stätten seine Seele vor der Verdammnis retten wollte, gehe es heute vielen Menschen gar nicht so sehr um religiöse Gründe, sondern um Natur- oder Selbsterfahrung, Wege aus inneren Krisen und andere Motive.

2. Während man im Mittelalter entlang der Hauptstraßen pilgerte, sind heute eher abgelegene, landschaftlich schöne Wege als Jakobswege ausgezeichnet.

3. Während man im Mittelalter vor allem schnell zum Ziel – Santiago – kommen wollte, gilt heute bei vielen Pilgern: „Der Weg ist das Ziel“ – Entsprechend verschlungen sehen auch die Routen aus.

Neben diesen historischen Entwicklungen informierte uns Herr Burkhardt über die Entstehung der „neuen“ Jakobswege in der Pfalz und die Rolle der St. Jakobus-Gesellschaft. In der Pfalz sei die Beschilderung der Wege bisher eine Angelegenheit der Kommunen gewesen, was manchmal zu Verwirrungen und – buchstäblich – zu Verirrungen der Jakobspilger – geführt hätte. Darum würde die Regionalgruppe Pirminiusland-Südwestpfalz für ihren Bereich eine verbesserte Beschilderung der Wege übernehmen und habe vor kurzem dafür die Genehmigung erhalten.

Weitere Aktivitäten der Regionalgruppe sind geführte Wanderungen – nicht nur auf Jakobswegen -, zu denen jeder Interessierte eingeladen sei.

Die Fragen aus der Männerrunde beantwortete Herr Burkhardt ausführlich und kenntnisreich.

Zum Schluss des offiziellen Teils zeigte er uns noch Impressionen einer seiner Pilgerreisen aus Frankreich, die uns Zuhörer ahnen ließen, wie spannend, berührend und teilweise auch abenteuerlich solche „Fahrten“ für aufgeschlossene Menschen werden können.